Gianni und die Frauen (Originaltitel: Gianni e le Donne)

Filmdauer: 90 Min

Besetzung: Gianni Di Gregorio (Gianni), Valeria Cavalli (Valeria), Alfonso Santagata (Alfonso), Valeria De Franciscis Bendoni (Giannis Mutter Valeria), Elisabetta Piccolomini (Elisabetta), Kristina Cepraga (Kristina), Aylin Prandi (Aylin), Teresa Di Gregorio (Teresa), Michelangelo Ciminale (Michelangelo), Gabriella Sborgi (Gabriella), Lilia Silvi (Lilia)
Regie: Gianni Di Gregorio
Filmmusik: Ratchev & Carratello
FSK: 0

Der Film „Gianni und die Frauen“ ist die Fortsetzung des Überraschungserfolgs von Gianni Di Grigorios „Das Festmahl im August“. Es geht auch diesmal wieder um die Hauptperson Gianni, sein Leben im römischen Stadtteil Trastevere, und weitere Situationen in seinem Leben. Man kann durchaus sagen, daß Gianni ein Muttersöhnchen ist, das niemals Nein sagen kann, er ist liebenswert, aber immer nachgiebig. Trotzdem finden auch Muttersöhnchen so ihre Wege im Leben und wenn einen Freunde drauf bringen (bzw. man selbst draufkommt), daß alles rundum nur „bürgerliche Fassade“ ist, hinter der sich ganz anderes abspielt, kann schon mal einiges aus den Fugen geraten. Gianni lebt jedenfalls ein chaotisch-beschauliches Leben als Frühpensionist, seine Frau gehört noch zum „arbeitenden Volk“, seine geliebte Tochter und deren Freund (der nicht zufällig einige charakteristische Merkmale des Vaters aufweist), seine weit über 90jährige Mutter (eine verarmte Adelige mit weiterem Hang aber ohne Mittel zum adeligen Leben – einmal mehr hervorragend dargestellt von Valeria die Franciscis Bendoni), Hunde, Katzen, etc. Gianni lebt sein Frühpensionisten-Leben bis er durch seinen Freund, den Anwalt Alfredo, drauf kommt, daß es da noch die „anderen“ Frauen gibt – in Form von Geliebten, die anscheinend jeder Mann in seiner Umgebung hat – bis auf ihn selbst. Fortan versucht Gianni, auch eine Geliebte für sich zu erobern. Die Situationskomik die sich aus Giannis Kontakten zum weiblichen Geschlecht und den vielfachen Möglichkeiten – z.B. seiner langjährigen Flamme Gabriella, seiner ersten großen Liebe Valeria, der Pflegerin seiner Mutter Kristina, der jugendlich wirkenden Nachbarin und anderen – ergibt ist durchaus sehenswert und bürgt für einen unbeschwerten Kinobesuch, der auch Ihnen immer wieder zumindest ein Lächeln entlocken wird. Nicht umsonst werden die darstellenden Personen auch von Schauspielern mit dem gleichen Vornamen dargestellt – sie stellen sich durchaus glaubhaft selbst dar. Zugleich vermittelt der Film etwas vom italienischen Lebensgefühl und der Offenheit für die schönen Dinge des Lebens. Sehenswert!



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